Donnerstag, Dezember 20, 2007

Dies und Das

Letztes Wochenende war ich in London und was soll ich sagen? Cool war’s. Anscheinend haben mich die Preise in der Schweiz einigermaßen abgehärtet denn so teuer fand ich die Stadt im Vergleich nicht. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit Eingeborenen durch die Gegend zog, die einfach die besten Plätze kannten.

Sollte ich jemals nach London ziehen weiß ich genau, was ich die ersten Wochen machen würde: Essen! Mag sein, dass die englische Küche selbst beschissen ist (wobei ich ein Fan von Baked Beans zum Frühstück bin) aber dank jahrelanger Kolonialherrschaft gibt es genügend andere Gerichte. So kann ich sagen, dass ich im „Churchill Arms“ (ein Pub mit zig Nachttöpfen als Deckendeko) das geilste und schärfste Thai-Curry meines Lebens gegessen habe. Und ich meine wasserfall-schwitz-gaumen-schmelz-rosetten-quäl-scharf.

Nebenbei hab ich Neues von James Watson erfahren. Für die Nicht-Wissenschaftler unter euch: Er ist ein Teil des Duos das damals die Struktur der DNA aufgeklärt hatte. Der gute Mann hat seitdem einiges geleistet. Unter anderem verkündete er, dass Dummheit eine echte Krankheit sei. Außerdem sollten Eltern erfahren ob ihr Ungeborenes fehlerhaft ist, damit sie eventuell….sagen wir Gegenmaßnahmen einleiten können. Kein Witz, ich saß im Publikum.

Nebenbei ist (besser war) Watson auch noch Chef von Cold Spring Harbor, einer ziemlich bekannten Forschungseinrichtung. Die hatten in der Vergangenheit immer viel damit zu tun, seinen oralen Durchfall wieder wegzuwischen. Als er vor ein paar Monaten allerdings öffentlich verkündete, dass Schwarze weniger intelligent wären als Weiße (und implizierte, dass sie genetisch einfach minderwertiger seien) konnten selbst die Profis nichts mehr machen. Watson wurde gefeuert. Was zuerst wie eine gerechte Strafe klingt, wirkt beim näheren Hinsehen recht unglaubwürdig. Denn Watson ist einfach nur nicht mehr „Chef“. Dafür behält er sein altes Büro, sein altes Gehalt blablabla.

Jetzt hat sich allerdings eine Firma gemeldet die Watsons Genom untersucht hatte. Das hatte er nämlich zur öffentlichen Analyse zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis: Der durchschnittliche Europäer hat etwa 1% Gene afrikanischen Ursprungs. Watson hat etwa 16%. Es lebe die kosmische Gerechtigkeit.

PS: Der Typ der im Artikel die Analyse anzweifelt hat selbst ein Analyse-Labor. Ist schön wenn man kostenlos seine Konkurrenz schlecht machen kann.