In zwei Wochen ist Labmeeting und ich hocke natürlich mal wieder im Labor. Gerade hab ich aus Spaß mal zusammen gerechnet, wieviel ich die letzten zwei Wochen gearbeitet habe. Dabei bin ich auf knapp 200 Stunden gekommen…irgendwie ist mir gerade schwindlig…
Sonntag, Juni 24, 2007
Interlude
Donnerstag, Juni 21, 2007
Teiltropen
Donnerstag, Juni 14, 2007
Weichei-Praktiken und Aldi-Heimat
Wenn es hart auf hart kommt, werden die Deutschen hier gerne als „Schwoobe“ bezeichnet, ganz gleich ob man aus Stuttgart oder aus Hamburg kommt. Mir selbst ist das ziemlich egal, da ich Härteres gewohnt bin und ehrlich gesagt auch nicht wirklich Diskriminierendes dabei finde („Mannheimer“, das wäre schon wieder was anderes…). Zumal die Schweizer auch unter einander nicht immer nett behandeln.
Anscheinend gibt es einen ziemlichen Hass zwischen Zürchern (Das „i“ fehlt mit Absicht.) und Baslern, jedenfalls höre ich immer wieder krasse Stories in denen Basler in Zürich nicht bedient wurden und Zürcher hier mit „netten“ Sprüchen konfrontiert wurden. Geht es um die Sprache kommen noch mal ganz andere Parteien auf den Plan. Zwar steht im Handbuch der Schweizer Staatskunde „Die Schweiz ist mehrsprachig und stolz darauf.“, doch anscheinend haben ein paar Jungs das nicht gelesen.
Deutsch-Schweizer gelten bei den Italienisch-Schweizern als arrogant, eingebildet und spießig. Als vor einer Weile bei einem Eishockey-Match das Basler-Team auf ein Team der Französischen Schweiz traf, gröhlten die Fans die ganze Zeit „Wir sprechen Deutsch!“ (Aber erst, als das Spiel anfing. Bei der Vorstellung der Spieler wurden alle Parteien von allen Zuschauern höflich mit Applaus bedacht.).
Eine Gemeinsamkeit haben jedoch all diese Gruppen: Den geradezu fanatischen Gebrauch des Einkaufsholz-Begrenzungshölzchens (Leider kenne ich nicht den offiziellen Namen von dem Teil und nenne es jetzt nur noch EKBH. Wer den richtigen Namen kennt soll es mir doch bitte mal mailen.). In Deutschland kam die Benutzung von dem Teil einem öffentlichen Bekenntnis zum Weicheitum gleich, war ein Synonym für „Schattenparker“, „Warmduscher“ und „Abschiedswinker“, darum hatte ich es so gut wie nie benutzt. Hier hat man jedoch gar keine Wahl wenn man nicht wie ein leprakranker Kinderschänder angeschaut werden will.
Ganz egal ob man zwischen den eigenen Einkäufen und denen der anderen einen Meter Platz lässt oder fünf, die Kassierin greift IMMER nochmal zu den fremden Einkäufen und fragt, ob es dazu gehört. Einmal habe ich das EKBH schief aufs Band gelegt. Die Dame vor mir schaut auf das Band, richtete das EKBH zum rechten Winkel aus und warf mir einen Blick zu der mich gleich 20 cm kleiner werden lies. Ich bin mir nicht sicher, ob mich an diese Sitte hier unbedingt gewöhnen möchte, doch vielleicht ist es schon passiert.
Darum gehe ich ab und zu in den Aldi einkaufen, der letzten hier neu aufgemacht hatte. Wenn ich meinen Einkaufswagen (randvoll mit billigem Aldi-Fleisch!!) an den Horden ausländischer Schnäppchenmuttis vorbei zur Kasse drücke, bin ich mir nicht nur sicher, dass 90% aller Menschen in dem Laden nicht wissen, wie das EKBH wirklich heißt. Nein, ich genieße auch das kleine Gefühl von Heimkehr, das ich bekomme, wenn ich sehe wie türkische Eltern ihre Kinderhorden fluchend aus der Süßigkeiten-Ecke treiben und russische Kumpels für den DVD-Abend Kisten von dem „guten“ Billigfusel aufs Band laden.
Freitag, Juni 08, 2007
Doppelgänger
Ist es ja auch. Nur ihre Eltern waren während der Schwangerschaft anscheinend so überzeugt, dass ihr Kind männlich werden würde, dass sie dem im Sterben liegenden Opi einen männlichen Namen nannten. Dieser starb daraufhin glücklich und zufrieden, ohne das anschließende Dilemma im Kreissaal mitzubekommen. Dort hatte man anscheinend niemand daran gedacht, das Geschlecht des Babies mit Ultraschall festzustellen, so dass alle nach der Geburt leicht dümmlich dastanden. Aber wie heißt es so schön: Ein Mann ein Wort (in diesem Fall vielleicht auch nicht), jedenfalls entschieden sich Mami und Papi zu Ehren des nicht mehr anwesenden Großpapis beim Jungennamen zu bleiben.
Abgesehen von diesem Namensdoppelgänger liefert das neue Labor einen noch viel cooleren. Denn einer von denen sieht aus wie Jack Black und ich bin so kurz davor ihn in ein Nacho Libre Kostüm zu stecken! Falls ihr euch gerade schämt, weil ihr Jack Black nicht kennt: Recht so! Der weibliche Teil von euch erinnert sich vielleicht an den Film „High Fidelity“. Ich rede von dem Typen der am Ende das geniale Cover von Marvin Gayes „Let’s get it on“ singt:
Alle anderen ist vielleicht seine Band „Tenacious D“ ein Begriff. Legendär sind die Lieder „Tribute“:
Und das unvergessliche „Fuck her gently“:
Montag, Juni 04, 2007
Job-Frust
Im Labor läuft es seit Wochen extrem suboptimal und dementsprechend bin ich auch drauf. Gestern Abend gab es auf VOX jedoch eine kleine Aufheiterung: Es lief eine BBC Doku mit dem Titel „Der masturbierte Elefant“.
Dabei ging es um die unterschiedlichsten Methoden um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu retten. Darunter war auch eine spezielle Elefantenart. Die zuständigen Experten wollten in diesem Fall einem Bullen Sperma entnehmen und damit eine andere Stute befruchten. Nur wie kommt man an Elefanten-Sperma? Es ist ja nicht so, dass man dem Vieh ein paar stimulierende Videos und eine Mega-Packung Kleenex hinstellen kann (Ginge ja schon technisch nicht, die Dinger haben schließlich keine Finger.). Nene, Mann muss da nachhelfen, und zwar mit PROSTATA-MASSAGE!!!
