Montag, Februar 25, 2008

Lebenswandel

Seit etwa einem Jahr habe ich keinen Sport gemacht. Es ging einfach nicht, zu viel Arbeit, zu viele Termine. Und mittlerweile habe ich mich sogar schon fast an die kleine Wampe gewohnt, war sogar schon am überlegen wie ich sie nennen soll (schwanke noch zwischen Gertrud und Bruno). Außerdem ist es verdammt cool wenn die Post einem seine eigene Postleitzahl zuspricht. Der Schritt zum Profi-Sumo war auch nicht mehr weit, aber dann hat sich meine Faulheit wieder durchgesetzt: So viel Fett mit sich rumzuschleppen ist auf Dauer einfach zu viel Arbeit.

Also zwänge ich jetzt täglich ein wenig Gesundheit in meinen vollen Terminkalender, achte etwas mehr auf mein Essen (eigentlich sollte ich mehr auf die Menge achten, aber man soll ja nichts übereilen) und komme sogar ab und zu dazu, ein wenig Sport zu machen. Letztes war ich seit Ewigkeiten mal wieder joggen – wobei man in meinem Fall vielleicht eher von Powerwalking sprechen sollte.

Während ich mich also schweren Schrittes am Rhein entlangquälte, musste ich an einen Ausschnitt aus dem sonst eher mäßigen Buch „Soloalbum“ von Benjamin von Stuckrad-Barre denken:
„Schon an der Ampel tun mir die Beine weh. Ich schwitze fürchterlich und muß immerzu ausspucken, was ja neben Sackkratzen der schlimmste Männerbrauch ist, Ausspucken ist das Letzte, vom Geräusch über den Gestus bis hin zur Konsistenz des Hinfortgeschleuderten. Ich muß stehenbleiben, straffe Sportler an mir vorbeischnellen lassen, leichten Schrittes, manche unterhalten sich gar dabei. Das bißchen Selbstqual, dachte ich, sei heilsam, aber es ist erniedrigend.“

Recht hat er, der Benjamin.

Mittwoch, Februar 20, 2008

Gehirnfurz

Letztens hat der Whacko-Jacko aka The King of Pop mal wieder von sich hören lassen. „Thriller“ hatte den 25. Jahrestag gefeiert und zur Feier setzte der Gute eine Videobotschaft auf Youtube online. Es gab das übliche Blablabla, er hat uns alles lieb, er kommt bald wieder, man soll drauf achten etc.

Das erste was mir bei dem Video durchs müde Hirn schoss war der Gedanke: „Irgendwie ist das ja schon wie ein Bin Laden-Video…“. In beiden Fällen verkündet ein von der Allgemeinheit als wahnsinnig angesehener, abgewrackter Opi den Beginn großer Ereignisse. In beiden Fällen krallen sich die TV-Sender sofort die erstbesten Kommentarwixmaschinen aka Experten um jeden Pups in dem Video zu analysieren. Wo könnte es gedreht worden sein, warum macht er gerade jetzt einen Atemzug, ist der Leberfleck vielleicht ein Vorzeichen von Hautkrebs?!!

Und bevor mir jetzt jemand vorwirft, dass ich doch keinen potentiellen Pädophilen mit einem bekannten Massenmörder vergleichen darf, schrei ich jetzt mal vorsorglich „Satire, Satire!“ in die Runde und mach mich wieder an die Arbeit.

PS.: Jetzt mal ehrlich: Bin ich der Einziger der da Parallelen sieht?

Mittwoch, Februar 13, 2008

Schlimmer geht immer

Aus einem grottenschlechten Lied ein noch schlechteres machen: Die Franzosen beherrschen diese "Kunst" perfekt. Eben musste ich mir die französische Dance-Version von Alanis Morissettes "Uninvited" anhören. Jetzt ist mir schlecht und ich bin taub...-_-

Sonntag, Februar 03, 2008

Klare Frage, klare Antwort

Neulich im Nachbarlabor: Chef redet mit seiner Doktorandin und macht ihr klar, dass sie langsam mal fertig werden muss mit ihrer Arbeit (das Mädel ist ziemlich lahm, was Datenanalyse angeht). Dazu gibt er ihr eine genaue Liste von Experimenten die gemacht werden müssen.


Doktorandin (total perplex und verzweifelt): „Aber wie soll ich denn das alles schaffen?!!“

Er (nüchtern und sachlich): „Du wirst Tag und Nacht durcharbeiten.“